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Hier eine Übersicht über die Highlights vergangener Projekte von artes e.V.:

LULU 2. Teil „ Die Büchse der Pandora“

Drama von Frank Wedekind über den Absturz einer High Society

Regie und Bearbeitung : Alexander Bußmann

Dramaturgie: Ruwen Krieger

Premiere : 1.04.2009 im Gallus Theater

Nach dem gesellschaftlichen Aufstieg von Lulu von der Strasse ins Bildungsbürgermilieu im 1. Teil „Erdgeist“, beschreibt Wedekind im 2. Teil ihren Untergang.

Darsteller vl.n.r.: Claudio Vilardo, Robert Naumann Foto: Sabine Lippert

Darsteller v. l. n. r.: Claudio Vilardo, Robert Naumann Foto: Sabine Lippert

Voila- Regisseur Alexander Bußmann treibt das Drama auf die Spitze, indem er Schigolch als mafiösen Ausbeuter zur Hauptfigur macht und den wesentlichen Mechanismus des kapitalistischen Systems in den Vordergrund rückt : Die skrupellose Bereicherung und hemmungslose Ausbeutung des Menschen durch den sogenannten Mitmenschen. Durch die Im Jahr 2008 von Politik und der Monopolfinanzwirtschaft ausgelösten weltweiten Finanzkrise, die nur vorübergehend auf Kosten der kleinen Leute und vieler neuer, jedoch unterbezahlter Arbeitsplätze gelöst wurde, erhält das rund hundert Jahre alte Stück eine beunruhigende Aktualität.

Erfahren Sie mehr unter: www.voila-ensemble.de

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Alles für das Feuer von Roel Adam

Alles für das Feuer

Darstellerinnen v.l.n.r. Jennifer Hempel; Jennifer Flazec; Patricia Derstoff Foto: Sabine Lippert

Für Jugendliche und Erwachsene

Regie: Alexander Bußmann

Premiere: 7. Juni 2012 im Gallus Theater

Königin Isolde führt einen verzweifelten Kampf. Sie soll gegen ihren Willen mit König Marc verheiratet werden. Nach außen gibt sie sich unnahbar und kalt, doch hinter der Maske einer unbesiegbaren Kriegerin verbirgt sich eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe, für die sie bereit ist zu sterben_

 Erfahren Sie mehr unter: www.koenigskinder-frankfurt.de

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Ichlabor 1/2/3

Eine multimediale ‚Lecture‘- Performance zum Thema ( Jugend)- Identität und Social Media

Darstellerin: Eva Schilling Foto: Dirk Wenzel

Darstellerin: Eva Schilling Foto: Dirk Wenzel

Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

Konzept Dirk Wenzel ( Kulturmobil Caritas) und Alexander Bußmann (Ensemble Voila)

Regie: Dirk Wenzel

Premiere und Uraufführung 6.12.2013 im Titania Frankfurt am Main

Eine Kooperation von artes e.V. und dem Kulturmobil Caritas e.V.

Ichlabor 1/2/3, eine Kombination aus Wissenschaft, Theater, Performance, Film und Unterhaltungsshow, beschäftigte sich mit der Identitätssuche von Jugendlichen in der realen und virtuellen Welt. Insbesondere wurde der Einfluß von Social Media wie z.B. facebook auf die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen thematisiert.

Erfahren Sie mehr unter: www.koenigskinder-frankfurt.de

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Ein Leck im Schweigen

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Darsteller_innen v.l.n.r.: Caroline Sophie Göbel, Benedict Hegemann, Bernhardt Staudt Foto: Elis Aki

Eine freie Adaption der Kaspar Hauser- Geschichte nach einer Vorlage von Roel Adam

Regie: Alexander Bußmann

Dramaturgie: Ruwen Krieger

Premiere :25.4.2015 im Kulturhaus am Zoo

www.katakombe.de

Die Inszenierung wird dem historischen Kaspar nicht gerecht. Im Gegensatz zur klassischen Lesart scheitert nicht Kaspar, ein heutiger junger Außenseiter, an der Gesellschaft, sondern die Gesellschaft an Kaspar in ihrem Bemühen ihn zu integrieren.

Erfahren Sie mehr unter www.koenigskinder-frankfurt.de

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FAUST³

Darsteller v.l.n.r.: Niklas Fiedler, Stephan Schulz Anker Foto: Sophie Schüler

Darsteller v.l.n.r.: Niklas Fiedler, Stephan Schulz Anker Foto: Sophie Schüler

Eine Neu- Version des Fauststoffs für Jugendliche und Erwachsene

Von Niklas Fiedler und Stephan Schulz- Anker

Support von artes e.V.

am 25.06.2015 im Kulturhaus am Zoo, www.katakombe.de

FAUST³ basiert auf dem gleichnamigen Graphic Novel des Künstlers und Jungautors Niklas Fiedler. Es handelt sich um eine Faustinterpretation mit umgekehrten Vorzeichen.

Es gibt weder ‘ gut‘ noch ‚böse‘ und auch keine Wette zwischen Gott und dem Teufel, denn Gott ist tot. Demzufolge ist Mephisto arbeitslos und Faust sucht verzweifelt nach Orientierung in einer Welt der Reizüberflutung_

Erfahren Sie mehr unter www.zarathroxa.de

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Der Koffer der Pandora

Ein Theaterstück über die dunklen Seiten in uns – von und mit Schülern der IGS Herder Frankfurt am Main

Koffer der Pandora

Darsteller_innen v.l.n.r.: Paul Carstensen, Julia Kaiser, Sahmara Ghazouani, Jona Harmening, Mika Steegmeier, Maria-Fatima Jelidi-Montero Foto: Sophie Schüler

Für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene

Eine Kooperation der IGS Herder Frankfurt mit artes e.V.

Unterstützt wurden die Schüler von artes- Künstlern

Projektleitung : Alexander Bußmann

Kunstpädagogenteam: Alexander Bußmann, Bernhardt Staudt, Benedict Hegemann, Ruwen Krieger

Letzte Aufführung am 7. Juli im Kulturhaus am Zoo Frankfurt am Main

Die Inszenierung beschäftigte sich mit den destruktiven Anteilen in uns, mit dem, was wir täglich verdrängen ( müssen) : Unsere Ängste, Aggressionen und alles Negative in uns in einer ‚Schönen, Neuen Welt‘, wo es gilt, lieb und pflegegleicht rüberzukommen und gut zu funktionieren.

Erfahren Sie mehr unter : www.koenigskinder-frankfurt.de

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Absinth-Verkostung und Chansons

Date: 16.04.2016 21:00h (Einlass 20:30h)

Ort: Circus Frankfurt, Bleichstrasse 46, 60313 Frankfurt am Main

Es herrscht Salonatmosphäre. Ruwen Krieger erklärt bei zartgrüner Beleuchtung akademisch fundiert und mit Liebe zum Detail die Geschichte des Absinths  – wir hören, dass ihn zwei Schwestern bereits im 18. Jhd. erfanden- und demonstriert dem Publikum, das an an weiss gedeckten Tischen sitzt,  eindringlich das Absinthritual:  Ein sehr langsam tropfender Tropfen Wasser löst zunächst einen Würfel Zucker auf und das Gemisch sickert dann in den Absinth…

Absinth_ute3Die belgische Sängerin Annick Moerman singt dazu  Chansons von Piaf, Lieder von Jaques Brel und Juliette Greco sowie selbst Komponiertes mit opernhafter Stimme und untermalt von elektronisch- sphärischen Klängen.

Manchem wird an diesem Abend der Absinth zu Kopf  bzw. durch die Nase gestiegen sein, vor allem, wenn man ihn und da besonders den Absinth namens “Hamlet Hardcore blue” pur getrunken hat. Das Publikum war angetan und eine zweite Absinthverköstigung im Circus ist in Planung.

Ute Kowarik hat uns die zauberhaften Fotos geschossen. Weitere könnt ihr in unserer Galerie bewundern.

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Die Suche nach Nyx

Eine Tragikomödie von Benedict Hegemann

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren

Uraufführung am 25.03. 2016 im Kulturhaus am Zoo, Frankfurt am Main

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Eine Produktion von Benedict Hegemann in Zusammenarbeit mit artes e.V.

Linus ist normalerweise kein Mensch, der Angst hat. Zu Recht hat er sie jetzt umso mehr, denn er wird einfach so erschossen – von seiner Klassenkameradin. Schade ist das schon ein bisschen, hatte er doch grade sein Abitur mit 1,0 bestanden. In fünf Phasen durchlebt Linus auf einer surrealen Reise die fünf Phasen der Trauer nach der amerikanischen Psychologin Kübler – Ross. Das Verarbeiten von Leiden, das Empfinden von ‚gut‘ und ‚böse‘ sowie die Auseinandersetzung mit dem Tod sind Kernthemen dieser zeitlosen Tragikomödie.

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Studio 23

Die Klasse 9b der Falkschule Frankfurt am Main besuchte die Aufführung am 18.3.2016.

Die Lehrerin Frau Abendroth sah in der Aufführung einen grossen Mehrwert für ihre SchülerInnen :

„ Meine Erfahrungen als Lehrerin für das Fach Ethik haben sich mit ihrem Theaterstück bestätigt : Es ist immer gut, die Schülerinnen und Schüler auch mit außerschulischen Lernorten vertraut zu machen. So war unser Besuch im Kulturhaus am Zoo eine interessante Ethikstunde, ein Theaterbesuch ( für einige wenige wirklich der erste ), insgesamt ein sehr angenehmer Unterrichtstag. Die Schüler und SchülerInnen fanden es auf-regend, mit Ihnen im Anschluss an das Stück sprechen zu dürfen, Schauspieler, Regisseur und Dichter auch als „normale“ Menschen kennenzulernen. „Die Suche nach Nyx“ hat ihnen die anfängliche Scheu vor dem Thema „Sterben“ genommen. Die dargestellten 5 Phasen des Sterbens ( auch in unserem Buch im Anhang zu finden ) hat wirklich jeder verstanden.Danke für lehrreiche und kurzweilige zwei Stunden. Wir haben unsere positiven Erfahrungen nicht für uns behalten. Beste Grüße von der Klasse 9b der Falkschule und Klassenlehrerin Mary Abendroth“.

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Studio 23

Copyright für die Pressefotos von ‚Auf der Suche nach Nyx‘: Studio 23

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 „SMILE, AFGHANISTAN ! “

Eine Fotoausstellung des afghanischen Journalisten Parwiz Rahimi

im  Knobbe im Gallus Viertel Frankfurt am Main

Vernissage am 23.06.2016

Projektleitung : Ruwen Krieger

Eine Koproduktion von artes e.V. und SIKS ( Stadtteilinitiative Koblenzerstrasse )

Parwiz Rahimi

Parwiz Rahimi

Seit Jahrzehnten erlebt Afghanistan Krieg, Entführung, Bombenanschläge. Die Medien berichten immer wieder darüber, manche von ihnen sensationsträchtig.

Doch besteht Afghanistan nur aus Krieg und Terror?

Parwiz Rahimi

Parwiz Rahimi

Parwiz Rahimi, der als Journalist in seinem Land arbeitete und wegen seiner kritischen Berichterstattung sowohl über die Regierung als auch über die Taliban  sein Land verlassen musste, hatte bewegend- berührende Momentaufnahmen von seinen Landsleuten gemacht, die ihren Alltag zeigen und nicht das Elend des Krieges. Rahimi will mit seinen Fotos ein anderes Gesicht von Afghanistan zeigen: trotz aller schrecklichen Geschichten können die Afghan_innen auch noch lächeln.

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Gründung der Frankfurter Botschaft

Eine performative Installation im Rahmen der Sommertour 2016- Stadtlabor unterwegs“ des historischen Museums in der Weihehalle der Unitarier Frankfurt am Main.

Uraufführung : 12. August 2016

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Fotos oben: Ute Kowarik

Copyright: historisches Museum Frankfurt

Copyright: historisches Museum Frankfurt

Eine Koproduktion von artes e.V. // Frankfurter Gemeine Kultur e.V. // Forschungsgruppe Performance im Kellertheater // SIKS ( Stadtteilinitiative Koblenzerstrasse )

Projektleitung, Regie, Texte und Konzept

Bert Bresgen ( Frankfurter Gemeine Kultur e.V. ),  Alexander Bußmann ( artes e.V.) und Oliver Utis ( Forschungsgruppe Performance im Kellertheater)

Copyright historisches Museum Frankfurt

Copyright historisches Museum Frankfurt

Copyright: Historisches Museum Frankfurt

Copyright: Historisches Museum Frankfurt

Das zahlreich erschienene Publikum ( geschätzte 100-120 Personen ) war beeindruckt und berührt von der Brisanz der Themen wie z.B. Gentrifizierung und der Vielfalt der Darstellungsstile ( u.a. Bhuto-Tanz, Modern Dance, Sprechtheater, Satire ). Dreizehn Darsteller_Innen präsentierten eine surreale Geisterbahn durch das Unbewusste der Mainmetropole mit dokumentarischen und slapstickhaften Einsprengseln. Mechanismen der Inclusion und Exclusion wurden dargestellt,  das Herrschaftsgetriebe der Stadt, das den BürgerInnen nur scheinbar Partizipation gewährt, wurde aufgezeigt. Man konnte sich durch die Installation wie durch eine Ausstellung bewegen oder sich in bestimmte Szenarien einklinken.

 

 

Copyright: Historisches Museum Frankfurt

Copyright: Historisches Museum Frankfurt

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Copyright: Ute Kowarik

 

In der FAZ vom 15.8.2016 heisst es :

„Die Gäste der Performance „Gründung der Frankfurter Botschaft“ durchlaufen einen Parcours mal imaginärer, mal möblierter Schauplätze in der Weihehalle der Unitarier an der Fischerfeldstrasse. Dieser Parcours beginnt mit der behördlichen Einvernahme, bei der die Fragen nach Haus-tieren, Gartenbesitz, Freizeitvorlieben und Schuhgrösse nicht nur mit „Ja“ und „Nein“, sondern auch mit „VIelleicht“ zu beantworten sind. Mit einer als „Beglaubigt“ abgestempelten Ausweiskarte kann dann die Reise angetreten werden in die städtische Soziologie, die von den verschiedenen baulichen und sozialen Etagen hier alle ins Parterre versetzt werden“.

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Links:  Performance zum Frankfurter Verkehr Rechts: Performance zum Thema Gentrifizierung /Copyright: Ute Kowarik

Lisa Vogt, Praktikantin der Sommertour 2016 des historischen Museums Frankfurt, hat ihre Erfahrungen mit der Performance in einem Blog zusammengefasst.

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(links: Copyright: Historisches Museum/ Rechts: Copyright Ute Kowarik)

Verabschiedung:

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Copyright: Ute Kowarik