Eine multimediale Performance
Premiere : 24. Oktober 2026
1. Vorstellung : 25. Oktober 2026
Aufführungsort : Weihehalle der Unitarier, Fischerfeldstrasse 16, 60311
Frankfurt/Main
Premiere am 24. Oktober 2026 in der Weihehalle der Unitarier Frankfurt
am Main, Fischerfeldstrasse 16, 60311 Frankfurt am Main
www.unitarier.net
2. Vorstellung : 25. Oktober 2026
Beginn jeweils : 20.00 Uhr
Tickets : 16 / 14 Euro ermässigt
Reservierung :
Mitwirkende : Alexander Bußmann, Bert Bresgen, Cornelia Dinter,
Jonas Elpelt, Julia Goldenbaum, Eckard Gröninger, Sabine Gutermut,
Vicky Jellouli, Bernie Kaufhold, Annick Moerman, Siegfried Thiel,
Sascha Schirrmacher, Hanna Debus Schütz, Myriam Tancredi , Alex
Zimber
Künstlerische Leitung : Bert Bresgen / Alexander Bußmann
... ZEIT - KUNST / 2.0. // 0.0.
untersucht , wie sich das beschleunigte Arbeits und Lebenstempo, die tägliche Reizüberflutung auf unsereKommunikation, auf unser zwischenmenschliches Miteinander, und auf unseren Mindset und Psyche auswirkt. Dabei ist ein Rückgang und Verlust der Eigen- und Fremdwahrnehmung zu verzeichnen, ein Verlust der Hin
und Zuwendung zum Anderen, ja eine Art Rückzug in den Zustand einer Isoliertheit , eine Abgetrenntheit von der lebendigen Welt...
... ZEIT - KUNST / 2.0.//0.0. zeigt auch Gegenentwürfe , wie man im Zeitalter der Beschleunigung Rituale der Entschleunigung entwickeln und ausleben kann wie man aus dem gefühlt sich immer schneller drehenden Hamsterrad ausbrechen kann.
3 ) Gesellschaftliche Relevanz
Der Begriff ZEIT ist erst mal abstrakt. Wenn wir über ZEIT sprechen geht es immer über das Zeitgefühl, wie lang oder wie kurzweilig wir etwas empfinden. Jeder kennt das Phänomen : Zehn Minuten im Wartezimmer können uns wie eine halbe Ewigkeit vorkommen. Wenn wir morgens auf die Snooze- Taste unseres Weckers drücken, vergehn die Minuten wie im Flug. Zeitwahrnehmung ist paradox : Wenn wir viel Neues
erleben, vergeht die Zeit für uns schnell. Wenn wir uns rückblickend aber an all die neuen Ereignisse erinnern, scheint uns die vergangene Zeit plötzlich sehr lang.
ZEITKNAPPHEIT ALS LEBENSGEFÜHL
Durch den Fortschritt der Technik, den Gebrauch von Smartphones und die damit einhergehende Erreichbarkeit stehn wir ständig unter Strom.
Die kleinen „Zeitsparer des Alltags nennen sich Powernapping, Fast Food Speed Dating, Wir sparen Zeit an allen Ecken und Enden und trotz dieses scheinbar unendlichen Prduktivitätszuwachses scheint die Zeit nie für uns auszureichen.
Der Soziologe und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa sieht das Problem In unserer Psyche begründet, die dem wachsenden Lebenstempo nicht gewachsen sei.. Burnout und Depressionen seien die Folge der überschleunigten Zeit, die letzlich zu einer Entfremdung von der Welt führe. Die Frage, die sich stellt : Wie kommen wir raus aus dem Teufelskreis der Beschleunigung ?
DIE NEUE LANGSAMKEIT
Slow- Food, Slow- Travelling, Slow- Living- Langsamkeit ist Trend, privat und beruflich. Zukunftsforscher Matthias Horx ist ebenfalls der Meinung, dass in unserer modernen Gesellschaft ein hohes Bedürfnis nach Langsamkeit bestehe mit dem Ziel eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Achtsamkeit ist in diesem Kontext ganz gross geschrieben.
Horks Zukunftstinstitut, eines der einflussreichsten Think Tanks der europäischen Trendforschung beschreibt Achtsamkeit als „ Ablenkungs- und Aufmerksamkeitsdiät“. Bringen uns solche Konzepte der Entschleunigung wirklich raus aus dem oben genannten Teufelskreis oder sind sie nichts anderes als Spielarten eines Hyper- Kapitalismus, der immer wieder neue Marktlücken für sich entdeckt und dafür
massgeschneiderte Produkte liefert, die sich in erster Linie nur die finanziell besser Gestellten bzw. die Eliten leisten können ?ag in der digitalen Welt, charakterisiert durch Overloading und Anonymität, sensibilisiert ihn für die Einflusse der virtuellen Kommunikation auf sein reales Leben , macht ihm ein stückweit bewusst, was die allgemeine Beschleunigung des Lebenstempos mit Körper und Geist veranstalten kann ( Stichwort dazu :" Burnout" ). Das Projekt zeigt auch Lösungsmuster auf, wie man dem High Speed Tech Zeitalter entgegenwirken kann z.B. durch bewusstes Innehalten, durch bewusstes Entschleunigen und andere Praktiken, mit denen man einen Distanzraum für sich schaffen kann, aus dem man die schöne neue World Wide Web-Welt kritisch- konstruktiv hinterfragt im Sinne von " Was tut mir gut daran? Was ist toxisch für mich?
Zielgruppe
Das Projekt ist generationsübergreifend, richtet sich sowohl an Jugendliche ( ab 16 Jahren) als auch an Erwachsene. Es spricht ganz unterschiedliche Ethnien an, Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen.
Der besondere Stellenwert des Projekts
a) Der inklusive Charakter Das Projekt bindet Menschen mit und ohne Behinderung in denkünstlerischen Arbeitsprozess ein .
b) Das Künstlerinnen- Profil ist generationsübergreifend Im Projekt sind Künstlerinnen im Alter von 15 bis 65 vertreten.
c) Der innovative Charakter des Projekts Das Spektrum der künstlerischen Darstellungsformen ist breitgefächert, spartenübergreifend. Unterschiedliche Disziplinen wie Hörspiel, Theater, Film, Filmische Installationen, Musik, Medien, Performance verbinden sich zu einem multimedialen Gesamtkunstwerk.
d) Crossover- Ästhetik
Das Projekt beinhaltet Crossover- Elemente, um ungewöhnliche Ausdrucksformen zu kreieren. So werden in einzelnen Kunstacts analoge und digitale Techniken synthetisiert.
e) Das Profil der Akteure ist multifunktionell Jeder Akteur agiert multifunktionell. Er ist sowohl Darsteller als auch " Architekt" seiner Performance
Mitwirkende Alexander Bußmann, Cornelia Dinter, Cengiz Doman, Jonas Elpelt,
Judith Erdmann, Eckard Gröninger, Julia Goldenbaum, Sabine Gutermuth,
Vicky Jellouli, Stephan Kannowski, Annick Moerman, Myriam Tancredi,
Ingrid Walderdorff und Siegfried Thiel
Künstlerische Leitung Alexander Bußmann
Premiere 24. Oktober 2026
weitere Vorstellung 25. Oktober 2026
Beginn 20.00 Uhr
Tickets 16 € / 12 € ermässigt
Reservierung [email protected]
artes e.V.- forum für Kunst www.artes-forum.org
in Kooperation mit dem Theater DIE BLUME
https://theaterblumen.de.cool/